April


Hochbeete – Grundanleitung, Schichtaufbau, Vor- und Nachteile

14. August 2018
Grundlegendes zum Hochbeet

Hoch- und auch Hügelbeete sind im Prinzip nichts anderes als ein Kompost (siehe Aufbau). Durch den Verwertungsprozess im Inneren ist es wärmer als im (Boden-)Beet, das fördert das Wachstum. So werden auch ständig Nährstoffe freigesetzt die zusätzlich als Nahrung zur Verfügung stehen und bei mittel- bis schwach zehrenden Kulturen kann man auch schon mal auf düngen verzichten.

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rundes Kräuter-Hochbeet, verkleidet mit Schilfmatten

Frostschäden bei Kirschlorbeer

13. März 2017
Frostschäden bei Kirschlorbeer & Co.

Heuer war wieder mal ein Winter, wie er früher einmal war… gut zum Skifahren, aber auch im Garten, um unliebsame Gäste, wie überwinternde Läuse, im Zaum zu halten.

Auch ein Zeugnis eines richtigen Winters sind ansonsten immergrüne und nun braune Pflanzen.

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abgestorbene Triebspitze bei Kirschlorbeer wegen Frostschaden



Maulwurf – Talpa europaea vs. Wühlmaus – Arvicola terrestris

10. August 2016

Wir werden oft in Gärten gerufen um etwas gegen die Wühlmäuse im Garten zu tun. Doch sind es tatsächlich immer Wühlmäuse? Nein, sehr häufig ist es der unter Naturschutz stehende Maulwurf. Hier geben wir daher einen kurzen Überblick zur Unterscheidung der beiden (unbeliebten) Gäste und auch wie man sie wieder (einigermaßen) in den Griff bekommt.

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Rasenpflege: Vertikutieren, Rasendünger, Mähen, Rasenkrankheiten

14. März 2016

Heute schaun wir uns mal die Rasenpflege im Jahresverlauf an. Ein Thema bei dem sich wir mir scheint die Geister scheiden:

Rasenfläche mit Morgentau

Jeder hat so seine eigenen Tipps und Tricks für den perfekten Rasen. Dabei gilt es nur ein paar Grundregeln zu beachten und einer gepflegten Fläche steht nichts im Weg.

Rasenschnitt – Wie oft und wie tief mähen?

Zu den wichtigsten Maßnahmen der Rasenpflege gehört der Schnitt. Neben scharfen Messern ist regelmäßiges Mähen das Um und Auf. Alle 7 bis 10 Tage sollte dieses erfolgen um sich eine schöne Grünfläche zu erhalten. Im Herbst und im Frühjahr liegt die Schnitthöhe auf ca 4cm, im Sommer 2cm höher aufgrund der höheren Temperaturen.

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Buchsbaumzünsler – Diaphania perspectalis

12. März 2016

Buchsbaumzünsler Raupen

Der Buchsbaumzünsler ist ein aus Ostasien eingeschleppter Schädling. Erst seit relativ kurzer Zeit (etwa ab 2007) macht er sich über unseren Buchs her und verbreitet sich hauptsächlich durch den Pflanzenhandel so stark. Neben dem Buchs befällt er auch vereinzelte Arten von Ilex (Stechpalme) und Euonymus (Pfaffenhütchen).

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Buchsbaumbeet mit Rindenmulch als Bodenabdeckung

Gartentipps: Gartenteich anlegen, Wasserpflanzen setzen

12. Januar 2015

Eine Wasserfläche im Garten, das ist der Traum vieler Gartenbesitzer.

Egal ob Quellstein, Springbrunnen, eine Wasserfläche mit oder ohne Wasserspiel oder sogar ein Schwimmteich, es gibt unzählige Möglichkeiten und es ist für (fast) jeden etwas dabei. Oft geht der Wunsch von den Kindern aus denn sie beobachten gerne Tiere, doch auch als Erwachsener nutzt man eine Wasserfläche zum Entspannen. Bau eines klassischen Biotops

Die erste Frage die sich gleich mal stellt ist: Wo ist der beste Platz für das Biotop?

Generell sagt man: an der tiefsten Stelle im Garten, allerdings passt so ein Biotop auch wunderbar an die Terrasse, an Sitzplätze oder an eine Natursteinmauer. (hierbei kann man auch gleich ganz wunderbar eine Quelle oder sogar einen Wasserfall einbauen).

Die Größe der Wasserfläche hängt dann ganz stark von den Gegebenheiten im Garten ab und natürlich auch von den finanziellen Möglichkeiten. Im persönlichen Gespräch mit uns unterstützen wir gerne bei der Suche nach dem richtigen Standort und der besten Form und Größe für das Biotop.

Jetzt wird’s baulich denn:

Wie wird nun so ein Biotop aufgebaut?

Die Umrisse im Garten mittels Pflöcken, Spray oder Kalk markieren. So ergibt sich schon mal ein erstes Bild und es besteht die Möglichkeit der einen oder anderen Korrektur (manchmal, wenn der Teich auf Papier geplant wurde, lässt sich das oft nicht eins zu eins übernehmen).

Mittels Bagger ziehen wir Grasnarbe, Oberboden und Unterboden schichtweise ab und lagern es oder fahren es weg.

Ist um die Wasserfläche ein Wall oder ein Bachlauf geplant wird der Unterboden für dessen Grobmodelierung verwendet. Der Oberboden wird auf den Wall verteilt und für die späteren Pflanzungen entsprechend vorbreitet.

Beim Ausbaggern darauf achten, das tief genug gegraben wird. 15-20cm mehr, denn Schotter und Substrat brauchen ja auch Raum. Weiters werden die Sumpf- und Flachwasserzonen eher großzügiger gestaltet, denn die Pflanzen die in diesen Bereichen leben haben wichtige Funktionen für die Wasserqualität und es wird ein schönerer Übergang in den Uferbereich.

Nachdem die Baggerarbeiten abgeschlossen sind erfolgt die sogenannte Feinplanie. Hierbei werden große und vor allem spitze Steine und Wurzeln entfernt. Die Oberkante samt Überlauf wird modelliert und die einzelnen Zonen weitgehend herausgearbeitet.

Manche Untergründe sind voller spitzer Steine die man unmöglich alle entfernen kann. Hier empfiehlt es sich eine 5cm Schicht Sand darüberzulegen um Vlies und vor allem die Folie vor Schäden zu schützen. Leben in der Umgebung viele Wühlmäuse ist ein engmaschiges Hasengitter empfehlenswert welches noch vor dem Vlies gelegt wird.

Vlies und und welche Teichfolie einbauen

So und dann kommt auch schon das Bauvlies an die Reihe. Es wird mit ausreichend Überlappung verlegt und an der Oberkante mit Pflöcken fixiert. So kann es nicht verrutschen wenn die Teichfolie drüber kommt. Diese verlegt man entweder auch Bahnenweise und verschweißt vor Ort oder eine Spezialfirma fertigt anhand eines Folienplans die Folie entsprechend vor. In dem Fall muss nur mehr ausgerollt werden. Wichtig bei der Verlegung ist, das die Folie mit möglichst wenigen Falten eingebaut wird. Kautschukfolien sind PVC-Folien nach Möglichkeit vorzuziehen. Sie lassen sich auch an kalten Tagen leicht verlegen und verschweißen, die Herstellung und Entsorgung sind weit weniger umweltbedenklich, auch sind keine Weichmacher enthalten die an die Umgebung abgegeben werden können. Leider sind sie etwas teurer.

das Vlies wird aufgerolltdas Vlies liegt, jetzt wird die Folie wird aufgefalten die maßgeschneiderte Folie ist ausgelegt – jetzt noch die Falten rausbringen Beschüttung und Substrat

Ist die Folie verlegt kann auch schon mit der Beschüttung und Vorbereitung der Pflanzflächen begonnen werden.

Größere Findlinge werden zur Auflockerung gruppiert, bei steileren Böschungen werden Steine trocken oder ins Mörtelbett verlegt aufgemauert. Betonierarbeiten immer mit speziellen Teichmörteln und -klebern durchführen.

Anschließend wird mit einem rundkornigem Gestein beschüttet. Gewaschene Rollierschotter mit niedrigem Phosphatwerten in verschiedenen Größen haben sich hierfür bewährt. In den vorher schon festgelegten Pflanzbereichen kommt das Teichsubstrat. Hierfür gibt es auch eine gute Richtlinie die hilft:  40m² Wasserfläche = mindestens 70-80 Stk Pflanzen = 0,5m³ Pflanzsubstrat.

hier erfolgen Beschütten und Wassereinlassen paralellSteingruppen auf der Folie plaziertnach der Steinschlichtung erfolgt die Beschüttung

Wow, wie flott das geht. Wir können schon mit der ersten Pflanze beginnen!Dann setzen wir als erstes gleich die Seerose – sie kommt ja meist an den tiefsten Punkt.

Sobald sie drinn ist heißts: Wasser bis zur Unterkante Sumpfzone auffüllen. Derweil das Wasser fließt lassen sich die anderen Pflanzen schon setzen.

Abschließende Arbeiten Sobald der Teich dann fertig befüllt ist, dürfen Vlies und Folie abgeschnitten werden und auch die Kapillarsperre wird fertig verbaut. Sie ist wichtig, dass nicht das Wasser über den Rand hinausgezogen wird und der Wasserstand sinkt. Der Rollierschotter wird noch über den Rand der Folie hinausgezogen Auf der Gartenseite werden die Pflanzflächen für die Uferbepflanzungen vorbereitet. Die Bepflanzung des Biotop

Die Bepflanzung ist ein recht komplexes Thema – ich hoffe ich übertreibs hier jetzt nicht.

Der Teich wird vor der Pflanzung in Zonen unterteilt. Nicht nur in die oben erwähnten Sumpf-, Flach- und Tiefwasserzonen. Auch in die Gruppen für starkwachsende und schwachwachsende Pflanzen. Nicht das dann ein wuchernder Schachtelhalm neben einer schwächeren Sumpfdotterblume steht und sie verdrängt.

Wie bei den Staudenbeeten werden die Pflanzen auch im Biotop in Gruppen gepflanzt.

Welche Pflanze kommt im Biotop wohin? Die Klassiker der Sumpfzone wären Hahnenfuß, Zwergrohrkolben, Blutweiderich, Rutenhirse, Spornblume, Felberiche, Sumpfdotterblume, Iris, Gauklerblume und Pfeilkraut. Seggen und Binsen sind zwar überwiegend grün doch sie sorgen fürs Gleichgewicht! Ins Flachwasser dürfen Hechtkraut, Rohrkolben, Igelkolben oder Schwanenblume. Felberich, Hahnenfuß und die gelbe Sumpfschwertlilie wagen sich mit der Zeit oft von selbst in diesen Bereich vor.

Die Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen nehmen die Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf und reichern dieses mit Sauerstoff an. Somit sind sie Konkurrenten der Algen und sorgen mit für klareres Wasser. Zu dieser Gruppe zählen u.a. Seerosen, Hornkraut, Tausendblatt (darf nie fehlen!), Nadelsimse, Wasserschlauch, Seekanne, Wasserknöterich (Achtung wuchernd) und Krebsschere/Wasseraloe.

fertiges Biotop bald nach der FertigstellungBlick über das Biotop zum SitzplatzBiotopgestaltung

Meist ist es so, das einige Arten anfangs gut wachsen weil viele Nährstoffe vorhanden sind, später allerdings, wenn sich das Gleichgewicht im Biotop eingestellt hat, wieder verschwinden. Dafür siedeln sich dann wiederum andere Arten an.

Je nach Größe des Biotops sind nicht alle der Pflanzen geeignet. Manche haben spezielle Wünsche ans Substrat, manche wachsen selbst fürs Mini-Biotop zu stark. Auch hier stehen wir natürlich zur Verfügung um zu klären welche Bepflanzung die Sinnvollste ist.

Bei der Uferbepflanzung orientiert man sie an der Umgebung, damit sich die Wasserfläche harmonisch in den Garten einfügt. Möglich sind viele Gehölze, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Gräser sowie Blatt- und Blütenstauden. Tiere im und am Wasser

Auch die Tierwelt dürfen wir nicht vergessen. Die meisten Tiere siedeln sich im Biotop von selbst an. Schon nach kurzer Zeit z.B. sind die ersten Wasserläufer zu beobachten.Welche siedeln sich noch an: Libellen, Wasser- oder Teichfrösche, Wasserläufer, Ringelnatter, Molche, Gelbrandkäfer und Wasserflöhe.Posthornschnecken, Teichmuscheln (Filtern das Wasser) oder Bitterlinge (diesen Fisch braucht die Teichmuschel zum Vermehren) muss man selbst einsetzen.

Zusammenfassung der wichtigsten Schritte beim Biotopbau: 1. Die Vorarbeiten: Aushub mittels Bagger, Grob- und Feinplanie2. Auflegen von Vlies und Teichfolie3. Beschüttung: Pflanzsubstrat, Kies und etwaige Steinschlichtarbeiten4. Bepflanzung und Wassereinlass Aushubarbeiten und Nacharbeiten von HandTeichfolie und Vlies ausbreitenBeschüttungBepflanzung

Das war jetzt mal das wichtigste zum Thema. Hier gibts noch mehr Bilder von unseren Arbeiten und wenn es Fragen zum Thema gibt oder ihr Lust auf ein Biotop bekommen habt: bitte keine Scheu – kontaktieren sie uns!

GTM Stefi Wassermann

Biotop, Wasser im Garten