Juli

Beerengarten & Naschgarten selbst gemacht

20. Juni 2017

Der Trend eigenes Obst, Beeren oder einen Naschgarten anzulegen ist vor ein paar Jahren vielleicht noch als Spinnerei gelangweilter Städter abgetan worden. Nun wächst dieser Trend weiter und weiter!

Eigenes Obst, Beeren,…

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Große Gartenheidelbeere als Naschobst


Gespinstmotte (Yponomeuta)

8. Juli 2016

Namensgebend sind die Netze (Gespinste) in denen sich die Raupen meist Verpuppen bzw vorher schon Schutz suchen vor Vögeln, räuberischen Insekten oder Schlechtwetter.

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Salix purpurea, Weide

Sommerschnitt an Blütensträuchern

30. Juni 2016
Es grünt so grün..

Durch die hervorragende „Bewässerung“ von oben im Frühling wächst und gedeiht heuer Vieles – manchmal mehr als einem lieb ist. Deshalb möchte ich in der aktuellen Kolumne etwas auf das Thema „Richtiger Schnitt“ vor allem von Blütensträuchern eingehen.

Schnittzeitpunkt

Noch bevor man den ersten Schnitt setzt sollte man als allererstes mal auf den Kalender schauen. Hier ist nicht der Mondkalender gemeint, was aber ebenfalls nicht schaden kann. Eher der richtige Schnittzeitpunkt. Wie an dieser Stelle und auch anderswo schon öfters „gepredigt“ z.B. frühlingsblühende Blütensträucher NICHT im Herbst, sondern JETZT schneiden.

Ja, der Einwand ist berechtigt, dass die „Stauden“ dann bis zum Herbst ja wieder nach-wachsen und erst nicht ordentlich ausschauen. Doch sollte man sich überlegen, wenn man schon keinen natürlichen aussehenden Strauch möchte, ob man sich nicht gleich eine Formschnitthecke (z.B. Thuje…) zulegt. Die kann man dann gern mit der Heckenschere malträtieren…

Schnitt per Hand

Vielerorts sieht man ja gern (meist) Männer im Herbst, „schwer bewaffnet“ mit Heckenschere & Co sich über die diversen Sträucher und Bäume hermachen. Das ist zwar gut gemeint, aber wie so oft das Gegenteil von gut!

Bitte Blütensträucher niemals mit der Heckenschere schneiden! Immer per Hand oben und seitlich auf Verzweigungen beschneiden sowie regelmäßig die ältesten Triebe direkt über dem Erdboden ausschneiden. So kann man auch über Jahrzehnte Freude an Blütensträuchern haben!

Wenn ich’s zu kompliziert beschrieben hab oder Sie unsicher sind welcher Strauch wie geschnitten gehört, dann reden Sie doch mit unserer Gärtnermeisterin Stefi. Die kennt sich da aus! Kontakt: Stefi@DerServiceGaertner.at Tel: 0664/73 79 95 87

Einen hoffentlich doch noch schönen Sommer wünscht euch Reinhard Sperr


Gemeine Rosengallwespe – Diplolepis rosae

5. Juni 2016

Weitere bekannte Namen sind Rosenapfel, Bedeguare, Schlafapfel.

Wie der Name schon verrät hat sich die Wespe auf Rosen spezialisiert und befällt so gut wie ausschließlich Wildrosen. Beim Spazierengehen hat man vielleicht schon die eine oder andere am Wegesrand gesehen.

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leuchtend rote Rosenblüte

Blattfleckenkranheit(en)

12. Mai 2016

Blattfleckenkrankheit ist ein Überbegriff/Sammelbegriff für von verschiedenen Pilzen verursachte Krankheiten an den Blättern verschiedenster Ziersträucher und Stauden. Hauptübeltäter sozusagen sind die Gattungen Alternaria, Ascochyta und Septoria.

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Prunus laurocerasus - Kirschlorbeerhecke

Wacholderminiermotte – Argyresthia trifasciata

30. April 2016

Einer der Lieblingswacholder dieser Miniermotte ist der Säulenwachholder “Skyrocket”. Bei keinem anderen Wacholder fühlt sie sich wohler. Auch in Thujen und Scheinzypressen sind die Motten oder besser gesagt, deren Larven aktiv, allerdings eher vereinzelt. Achtung Verwechslungsgefahr: Argyresthia thuiella, die Thujenminiermotte ist sehr viel häufiger an Thujen und Scheinzypressen anzutreffen. Etwas andere Flugzeiten, gleiches Schadbild.

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Juniperus communis, gemeiner Wacholder, Detail Zweig

Buchsbaumzünsler – Diaphania perspectalis

12. März 2016

Der Buchsbaumzünsler ist ein aus Ostasien eingeschleppter Schädling. Erst seit relativ kurzer Zeit (etwa ab 2007) macht er sich über unseren Buchs her und verbreitet sich hauptsächlich durch den Pflanzenhandel so stark. Neben dem Buchs befällt er auch vereinzelte Arten Ilex (Stechpalme) und Euonymus (Pfaffenhütchen).

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Buchsbaumbeet mit Rindenmulch als Bodenabdeckung

Wie baue ich eine Trockenmauer?

4. Juni 2015

Viele von uns stellen sich diese Frage und daher haben wir uns vom Service Gärtner gedacht wir geben einen Einblick in dieses Thema. Natürlich stellen wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit – dafür ist dieser Bereich der Gartengestaltung einfach zu umfangreich. Wir wollen hier die wichtigsten Merkmale einer Trockenmauer, die Grundzüge des Aufbaus und entsprechende

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Trockenmauer aus Stainzer Gneis

Gartentipps: Gartenteich anlegen, Wasserpflanzen setzen

12. Januar 2015

Eine Wasserfläche im Garten, das ist der Traum vieler Gartenbesitzer.

 

Egal ob Quellstein, Springbrunnen, eine Wasserfläche mit oder ohne Wasserspiel oder sogar ein Schwimmteich, es gibt unzählige Möglichkeiten und es ist für (fast) jeden etwas dabei.

Oft geht der Wunsch von den Kindern aus denn sie beobachten gerne Tiere, doch auch als Erwachsener nutzt man eine Wasserfläche zum Entspannen.

 

In diesem Bericht schauen wir uns den Bau eines klassischen Biotops an.

Die erste Frage die sich gleich mal stellt ist: Wo ist der beste Platz für die Wasserfläche?

Naturnaher Teich nach einigen Jahren

mit dem Bagger erfolgen die groben Arbeiten

Generell sagt man: an der tiefsten Stelle im Garten, allerdings passt so ein Biotop auch wunderbar an die Terrasse, an Sitzplätze oder an eine Natursteinmauer. (Hat man die Möglichkeit das Biotop an den Fuß einer Natursteinmauer zu setzen, dann kann man auch gleich ganz wunderbar eine Quelle oder sogar einen Wasserfall einbauen).

Die Größe der Wasserfläche hängt dann ganz stark von den Gegebenheiten im Garten ab und natürlich auch von den finanziellen Möglichkeiten. Im persönlichen Gespräch mit uns unterstützen wir gerne bei der Suche nach dem richtigen Standort und der besten Form für das Biotop.

 

Jetzt wird’s baulich denn:

Wie wird nun so ein Biotop aufgebaut?

Bevor mit dem Aushub – meist mit Hilfe eines Baggers – begonnen wird, markiert man die Umrisse im Garten mittels Pflöcken, Spray oder Kalk. So ergibt sich schon mal ein erstes Bild und es besteht die Möglichkeit der einen oder anderen Korrektur (speziell wenn der Teich auf Papier geplant wurde lässt sich das oft nicht eins zu eins übernehmen). Sind die Aussenkanten festgelegt ziehen wir Grasnarbe, Oberboden und Unterboden schichtweise ab und lagern getrennt oder fahren es weg.

Ist um die Wasserfläche ein Wall oder ein Bachlauf geplant wird der Unterboden für dessen Grobmodelierung verwendet. Der Oberboden wird auf den Wall verteilt und für die späteren Pflanzungen entsprechend vorbreitet.

Beim Ausbaggern darauf achten, das tief genug gegraben wird. 15-20cm mehr, denn Schotter und Substrat brauchen ja auch Raum. Weiters werden die Sumpf- und Flachwasserzonen eher großzügiger gestaltet, denn die Pflanzen die in diesen Bereichen leben haben wichtige Funktionen für die Wasserqualität und es wird ein schönerer Übergang in den Uferbereich.

Nachdem die Baggerarbeiten abgeschlossen sind erfolgt mit Spaten und Rechen die sogenannte Feinplanie. Hierbei werden Steine, Wurzeln udrgl rausgenommen, die Oberkante samt Überlauf eingerichtet  sowie die einzelnen Zonen weitgehend herausgearbeitet.

Manche Untergründe sind voller spitzer Steine, hier empfiehlt es sich eine 5cm Schicht Sand darüberzulegen um Vlies und vor allem die Folie vor Schäden zu schützen. Leben in der Umgebung viele Wühlmäuse ist ein engmaschiges Hasengitter empfehlenswert welches noch vor dem Vlies gelegt wird.

Vlies und Teichfolie

So und dann kommt auch schon das Bauvlies an die Reihe. Es wird mit ausreichend Überlappung verlegt und an der Oberkante mit Pflöcken fixiert. So kann es nicht verrutschen wenn die Teichfolie dran kommt. Diese verlegt man entweder auch Bahnenweise und verschweißt vor Ort oder (bei den meisten Biotopen eine gute Möglichkeit) eine Spezialfirma fertigt anhand eines Folienplans die Folie entsprechend vor. In dem Fall muss nur mehr ausgerollt werden. Wichtig bei der Verlegung ist, das die Folie mit möglichst wenigen Falten eingebaut wird. Kautschukfolien sind PVC-Folien nach Möglichkeit vorzuziehen. Sie lassen sich auch an kalten Tagen leicht verlegen und verschweißen, die Herstellung und Entsorgung sind weit weniger umweltbedenklich, auch sind keine Weichmacher enthalten die an die Umgebung abgegeben werden können. Leider sind sie etwas teurer.

Beschüttung und Substrat

Ist die Folie verlegt kann auch schon mit der Beschüttung und Vorbereitung der Pflanzflächen begonnen werden.

Größere Findlinge werden zur Auflockerung gruppiert, bei steileren Böschungen werden Steine trocken oder ins Mötelbett verlegt aufgemauert. Anschließend wird mit einem rundkornigem Gestein beschüttet. Rollierschotter in der Größe 8/32 hat sich hierfür bewährt. In den vorher schon festgelegten Pflanzbereichen kommt als Teichsubstrat optimalerweise eine Mischung aus Quarzsand und nährstoffarmen Lehm. Hierfür gibt es auch eine gute Richtlinie die hilft die richtige Menge an Pflanzen samt Substrat festzustellen:  40m² Wasserfläche = 70-80Stk Pflanzen = 0,5m³ Pflanzsubstrat.

 

Wow, wie flott das geht. Wir können schon mit der ersten Pflanze beginnen! Dann setzen wir als erstes gleich die Seerose– sie kommt an den tiefsten Punkt.

 

Sobald sie drinn ist heißts: Wasser bis zur Unterkante Sumpfzone auffüllen. Derweil das Wasser fließt lassen sich die anderen Pflanzen schon setzen.

Abschließende Arbeiten

Sobald der Teich dann fertig befüllt ist, dürfen Vlies und Folie abgeschnitten werden und auch die Kapillarsperre wird gebaut. Sie ist wichtig, dass nicht das Wasser über den Rand hinausgezogen wird und somit der Wasserstand sinkt. Der Rollierschotter wird noch über den Rand der Folie hinausgezogen (Folie komplett verstecken) und auf der Gartenseite werden die Pflanzflächen für die Uferbepflanzungen vorbereitet.

 

Die Bepflanzung

Die Bepflanzung ist ein recht komplexes Thema – ich hoffe ich übertreibs hier jetzt nicht.

Der Teich wird vor der Pflanzung in Zonen unterteilt. Nicht nur in die oben erwähnten Sumpf-, Flach- und Tiefwasserzonen. Auch in die Gruppen starkwachsende und schwachwachsende Pflanzen. Nicht das dann ein wuchernder Schachtelhalm neben einer schwächeren Sumpfdotterblume steht und sie verdrängt.

Wie bei den Staudenbeeten werden auch im Biotop die einzelnen Arten in Gruppen gepflanzt.

Welche Pflanze kommt nun wohin?

Die Klassiker der Sumpfzone wären Hahnenfuß, Zwergrohrkolben, Blutweiderich, Rutenhirse, Spornblume, Felberiche, Sumpfdotterblume, Iris, Gauklerblume und Pfeilkraut. Seggen und Binsen sind zwar überwiegend grün doch sie sorgen fürs Gleichgewicht!

Ins Flachwasser dürfen Hechtkraut, Rohrkolben, Igelkolben oder Schwanenblume. Felberich, Hahnenfuß und die gelbe Sumpfschwertlilie wagen sich amit der Zeit oft von selbst in diesen Bereich vor.

Die Unterwasser- und Schwimmblattpflanzen dürfen nicht zu kurz kommen. Sie nehmen die Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf und reichern dieses mit Sauerstoff an. Somit sind sie Konkurrenten der Algen und sorgen für klareres Wasser. Zu dieser Gruppe zählen u.a. Hornkraut, Tausendblatt (darf nie fehlen!), Nadelsimse, Wasserschlauch, Seekanne, Wasserknöterich (Achtung wuchernd) und Krebsschere/Wasseraloe.

Meist ist es so, das einige Arten anfangs gut wachsen weil viele Nährstoffe vorhanden sind, später allerdings, wenn sich das Gleichgewicht im Biotop eingestellt hat, wieder verschwinden. Dafür siedeln sich dann wiederum andere Arten an.

Je nach Größe des Biotops sind nicht alle der Pflanzen geeignet. Manche haben spezielle Wünsche ans Substrat, manche wachsen selbst fürs Mini-Biotop zu stark. Auch hier stehen wir natürlich zur Verfügung um zu klären welche Bepflanzung die Sinnvollste ist.

Bei der Uferbepflanzung orientiert man sie an der Umgebung, damit sich die Wasserfläche harmonisch in den Garten einfügt. Möglich sind viele Gehölze, Zwiebel- und Knollenpflanzen, Gräser sowie Blatt- und Blütenstauden.

Tiere im und am Wasser

Auch die Tierwelt dürfen wir nicht vergessen. Die meisten Tiere siedeln sich im Biotop von selbst an. Schon nach kurzer Zeit z.B. sind die ersten Wasserläufer zu beobachten. Welche siedeln sich noch selber an: Libellen, Wasser- oder Teichfrösche, Wasserläufer, Ringelnatter – bei größeren Teich, Molche, Gelbrandkäfer und Wasserflöhe. Posthornschnecken, Teichmuscheln (Filtern das Wasser) oder Bitterlinge (der Fisch braucht die Teichmuschel zum vermehren) muss man selbst einsetzen.

Das war jetzt mal das wichtigste zum Thema. Hier gibts noch mehr Bilder von unseren Arbeiten und wenn es Fragen zum Thema gibt oder ihr Lust auf ein Biotop bekommen habt: bitte keine Scheu – kontaktiern sie mich!

GTM Stefi Wassermann

Biotop, Wasser im Garten