Wirtschaftsblatt: Gärtner werden zu Franchise-Nehmern

3. Juni 2014

OBERHOFEN/IRRSEE.

Franchise für Gartengestalter? Gärtnermeister Reinhard Sperr hat ein Modell entwickelt, für das er nun Partner sucht. “DSG – der Service Gärtner” soll Profi-Unterstützung beim Start in die Selbstständigkeit geben, bietet laufenden Austausch und ermöglicht vom Auftritt her Möglichkeiten, die sich ein Jungunternehmer sonst nicht so einfach leisten könnte.

Gärtner-Franchisesystem, selbständig als Gartengestalter

Reinhard Sperr sieht viel Potential in der Mittelschicht

Ideal wäre eine Gärtnermeister-Ausbildung samt drei Jahren Erfahrung eine der Voraussetzungen, um Franchise-Partner zu werden. “Das Modell soll aber auch gute Vor- und Facharbeiter ansprechen. Den Meister können sie später nachholen”,sagt Sperr, der seinen Betrieb seit 14 Jahren in Oberhofen am Irrsee führt. Dreiviertel der am Markt befindlichen Gärtner wollen Großkunden oder betuchte Privatkunden gewinnen. Doch Sperr zielt mit dem DSG-Modell bewusst in die andere Richtung: “Wir peilen die kleinen bis mittelgroßen Aufträge von Privatkunden an. Denn diese Gruppe wird oft vernachlässigt.” Und damit viel Kleinarbeit für einen künftigen Service-Gärtner. “Es ist nun auch in der Mittelschicht angekommen, dass man sich den Garten auch von Gartenfachleuten planen und pflegen lassen kann. Hier schlummert sehr viel Potenzial”,sagt Sperr.

Ein Drittel Eigenkapital

Für den Schritt in die Selbstständigkeit sollten zum Start 40.000 bis 50.000 € vorhanden sein, mindestens ein Drittel davon Eigenkapital. Für den Einstieg ins Franchise-System sind 7500 € für Schulungen, Markennutzung und Starthilfe vorgesehen. Die monatliche Franchise-Gebühr beträgt fünf Prozent vom Nettomonatsumsatz. “Wir haben ein gemeinsames Ladenwirtschaftssystem, das ein Franchise-Partner übernehmen muss”,sagt Sperr. Oft ist der Maschinenpark beim Start zu groß. Vielfach werden die Geräte nicht ausgenutzt, weswegen der Gärtnermeister eher Mietmaschinen empfiehlt. “Wir Service-Gärtner machen uns viel Gedanken abseits der Wirtschaft”, sagt Sperr. So ist er im Bereich SCR (Corporate Social Responsibillity) stark aktiv, was ihm soeben eine Nominierung für den Trigos-Preis in Oberösterreich eingebracht hat.

Quelle: WirtschaftsBlatt, Sail, 07.05.2014, S. 10 /

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