Trockenmauerbau mit Naturstein Teil 2

18. August 2014

Aufbau Trockenmauer

Aufbau Trockenmauer – erste Schritte

So, weiter gehts mit diesem spannenden Thema. Im letzten Artikel haben wir uns mit den ersten Überlegungen und Schritten beschäftigt, heute bauen wir die Mauer fertig auf würd ich sagen.

Schlichten der Mauer

Erstmal werden die Höhen festgehalten – man beginnt am tiefsten Punkt und von da an gehts aufwärts. Mit Hilfe einer Richtschnur orientiert man sich am geraden Mauerverlauf und der Neigung. Bevor die ersten Steine gelegt werden, kommt hinter die erste Reihe noch ein Drainagerohr um Regen- und Hangdruckwasser möglichst schnell abzuleiten. Mit entsprechendem Gefälle wird auf diese Weise das Wasser ruck zuck abgeleitet. In manchen Gegenden gibt es sehr viel Hangdruckwasser.  Hier empfielt es sich nach 0,5m bis 0,75m ein weiteres Draingaerohr in die Schotterschicht einzubauen.
Die größten und somit schwersten Steine kommen in die erste(n) Reihe(n). Sie geben die Grundstabilität.  Bei einer größeren Mauer mit Kurven und Ecken sind auch hierfür die größten Steine vorgesehen.

Trockenmauer Weißenbacherstein

Um ein schönes Fugen- und Mauerbild zu erhalten sind einige wenige Richtlinien zu beachten: Die Steine sind mit möglichst engen Fugen aufzusetzen, keine Stoßfuge darf durch mehr als zwei Schichten gehen, Kreuzfugen sind zu vermeiden, außerdem Zwischenräume bzw weite Fugen – kann man sie nicht vermeiden, füllt man sie mit Steinstücken entsprechend aus. Geschichtete Steine wie Stainzer Gneis oder Lagensteine müssen entsprechend ihrer natürlichen Schichtung vermauert werden.

Nun zum Aufbau im Detail:

Nachdem die erste Reihe gelegt wurde, hinterfüllt man Rollierschotter, der anschließend verdichtet wird. Hierfür wird eine Breite von ca 30cm eingeplant. Um eine ausreichende Verankerung des Mauerwerks zu gewährleisten, sind genügend Binder (Steine, welche weiter nach hinten reichen)zu verwenden (Verhältnis von Läufer:Binder beträgt etwa 2:1). So wird die Mauer Reihe um Reihe bis zur Endhöhe aufgebaut. Da Trockenmauern in der Regel als Stützmauern errichtet werden sollte der Anlauf (Neigung) 10-20% der Mauerhöhe betragen.

Trockenmauer mit integrierter Treppe

der Abschluß

Trockenmauer Lagenstein

Hier für gibt es einige schöne Möglichkeiten. Entweder die Mauerkrone wird verjüngt, das heißt nach oben hin werden die Steine immer schmäler und kleiner. Die letzte Reihe wird mit Abdeckplatten aus dem selben Material abgedeckt oder auch Bepflanzungen sind möglich.

Hier gehts direkt zum dritten Teil, dort nehmen wir uns die Bepflanzung vor.  Noch mehr Bilder von unseren Arbeiten findet ihr unter Stein im Garten.

Danke fürs Lesen, bis demnächst! Eure Service Gärtner Reinhard Sperr, Tel: 0664/53 25 487 und Stefanie Wassermann, Tel 0664/73799587 info@DerServiceGaertner.at.

Detail Trockenmauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trockenmauer Stainzer Gneis

Trockenmauer Lagenstein abgetreppt im Böschungsverlauf

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