Rasenkrankheiten: Schneeschimmel – Microdochium nivale (Gerlachia nivalis)

20. Januar 2016

Schneeschimmel
Tritt direkt nach dem Winter auf und hier speziell bei Rasenneuanlagen oder „jungen“ Flächen.
Ideale Bedingungen für den Pilz sind 0° bis 8° bei kühlem, feuchtem Wetter. Als tendenziell eher anfällige Gräser haben sich Poa annua, Lolium perenne und verschiedene Agrostis herausgestellt.

Wann tritt Schneeschimmel auf?

  • im zeitigen Frühjahr bei entsprechenden Temperaturen, auch unter der Schneedecke
  • Bei neutralen oder basischem ph-Wert und hoher Stickstoffversorgung
  • bevorzugt werden filzige bzw generell problematische Flächen (Schattenbereiche)

Wie sieht Schneeschimmel aus?

Es beginnt mit kleinen schmierigen runden Flecken die langsam immer größer werden.

Oft wachsen die Flecken zusammen. Bildet sich der Schneeschimmel unter der Schneedecke hat er oftmals, wegen dem Lichtmangel, eine leichte rosa Färbung

Was kann ich vorbeugend tun?

  • Letzter Schnitt nicht zu tief, während des Jahres regelmäßig mähen (7- 10tägig)
  • Bei starkem Filz im Herbst zusätzlich vertikutieren
  • Sand einbringen (ev voher auch aerifizieren)
  • Herbstdüngung eher Kalihaltig und mit wenig (schnelllöslichem) Stickstoff
  • Allgemein eine ausgewogene Düngung

 

Normalerweise erholen sich die Rasenflächen relativ schnell wieder. Eine Startdüngung und vertikutieren im Frühjahr nach dem ersten Schnitt unterstützen den Rasen. Mit dem Vertikutieren bringt man nicht nur den Rasenfilz raus sondern auch die befallenen Halme der Gräser. So verhindert man eine weitere Ausbreitung in der Fläche. Bei sehr starkem Befall sollte man zusätzlich noch Nachsäen.

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